Freundschaft

Heute ist Tag der Freundschaft und als wenn es nicht schon längst in meinem Kopf gewesen wäre, möchte ich gerne ein paar Gedanken dazu hier lassen.

Was ist Freundschaft für uns, für dich, für jeden einzelnen von uns? Gibt es die wahre Freundschaft? Die bedingungslose Freundschaft? Gibt es eine Freundschaft, die wirklich alles aushält? In der man sich auch Dinge sagen darf, die man eigentlich nicht hören möchte? Gibt es eine Freundschaft in der Eifersucht, Geld, Wohlstand und Aussehen zweitrangig sind?

Ich möchte diese ganzen Fragen mit JA beantworten! Und ich kann sie aus tiefster Überzeugung mit JA beantworten, weil ich genau das erfahre und zu „ meinem Eigen“ nennen darf. Wer meinen letzten Blog verfolgt hat, weiß das ich in meiner Schulzeit die Freundin meines Lebens kennenlernen durfte. Es war ein Verstehen von Beginn an. Ich kann die Details heute nicht mehr benennen, warum es von Anfang so passte. Es gab nicht diesen einen Auslöser. Es war einfach da. Nach unserer gemeinsamen Schulzeit behielten wir weiterhin Kontakt, aber mit großen Lücken dazwischen, was sich nach zwei Jahren mit einem Wiedersehen aber ändern sollte. Bis heute sind wir eins, in Gedanken und in unserem Handeln. Sehr oft oder in den meisten Fällen sind wir zu 100% einer Meinung und wenn wir es nicht sind, dann reden wir darüber oder dürfen dem Anderen auch den Kopf waschen. Niemand ist dem Gegenüber dann böse, im Gegenteil, eher dankbar. Wieviele Briefe haben wir uns geschrieben- zig. Wieviele Telefonate haben wir geführt, Tags wie Nachts haben zusammen geredet, gelacht, geweint- unzählig. Wir wohnen gute 300 km auseinander, aber die gegenseitige Besuche lassen sich nicht mehr zählen. Die Zahl 300 ignorieren wir. Es vergeht kein Tag an dem wir nicht an den anderen denken oder mal kurz eine Nachricht versenden. Wir spüren auf die Entfernung hin, wenn es dem Anderen nicht gut geht. Nicht zu unrecht geben wir uns die liebevolle Bezeichnung „Sis“ , stellvertretend für die Seelenverwandtschaft – – Eines der vielen Briefe –

Natürlich gibt es auch andere Freundschaften, die mir genauso tief im Herzen liegen. In den letzten zwei Jahren haben sich Menschen zusammen gefunden, die sich gegenseitig stützen und Halt geben, mit denen wir gerne ein, zwei Bierchen oder mehr trinken, heißt wir feiern gerne zusammen. Wir lieben die Geselligkeit und das familiäre Verhältnis. Ja, genau du liest richtig- familiär. Aus Freundschaft kann Familie werden, wenn man es nur möchte. Auch da darf man seinen Tränen freien Lauf lassen, auch da lachen wir von Herzen gerne, auch da lässt man mal alles stehen und liegen um vor Ort zu sein und vor allen Dingen lassen wir den Anderen so wie er ist. Wir sind eine freundschaftliche, familiäre Gruppe von 10 Personen. Das klingt für den einen oder anderen vielleicht unglaublich, das man mit so vielen Menschen immer wieder die tiefe Freundschaft fühlt, aber es ist machbar, wenn es von Herzen kommt.

– ein äußeres Symbol unserer 10er Freundschaft-

In meinem Leben gab es auch Freundschaften, die sich hinterher nicht als Freundschaft herausstellten. Das tat weh, aber im Nachhinein weiß ich, das man genau diese Erfahrungen sammeln musste, um zu lernen, was mir an einer Freundschaft wichtig ist. Dafür bin ich genauso dankbar wie für die Freundschaften, die jeder wohl hat- die gute Freundin mit der man einen Kaffee trinken geht, mal shoppen geht, sich zum Geburtstag einlädt, usw. Auch diese Freundinnen sind mir sehr wichtig und sind Bestandteil meines Lebens. Im Laufe der Jahre haben sich Freundschaften heraus kristallisiert, die ich schon sehr lange hege und pflege. Man spricht nicht jeden Tag miteinander aber man weiß wo die Freundin zu finden ist. Man kann sich austauschen über Kindersorgen, berufliches und eben über Gott und die Welt. Auch von diesen Freundschaften möchte ich behaupten, dass wir uns nicht im Regen stehen lassen würde und wir auch immer ein offenes Ohr füreinander haben. Es gab schon so manche Situationen und Stationen in meinem Leben, wo ich nicht gewusst hätte, was ich ohne diese Freunde gemacht hätte. Dafür bin ich sehr dankbar und schätze es sehr. Meine Kinder besitzen alle den einen Freund oder die eine Freundin aus dem Kindergarten oder der Grundschulzeit. Das ist so wichtig und wertvoll und ich wünsche es ihnen von ganzem Herzen, das diese Freundschaften bestehen bleiben.

Wie erhalte und pflege ich nun diese Freundschaften? Ganz wichtig finde ich in erster Linie, das man den anderen sein lässt wie er ist. Erst wenn ich erkannt habe, das Aussehen und Wohlstand nur äußerliche Faktoren eines Menschen sind, kann ich mich an den nächsten Schritt wagen. Begegne deiner Freundschaft mit Respekt. Der für mich zweite ganz wichtige Faktor ist, sich mit großer Empathie zu begegnen. Vorurteile oder vorschnelle Einschätzungen des Gegenüber sind da völlig fehl am Platz. Ich sage immer, dass es einen Grund dafür gibt, warum man so oder so handelt. Hör zu, was dein Gegenüber dir zu sagen hat. Und mit >>Hör zu<<, meine ich zuhören. Richtiges zuhören ist heute nicht mehr so einfach. Man lässt sich so wahnsinnig schnell ablenken. Zuhören heißt, nicht dazwischen reden, sondern nachfragen ob man es richtig verstanden hat, sich in die Situation des anderen reinversetzen! Hinter den Worten des Gegenüber nicht etwas rein interpretieren, was nicht da ist, sondern nachfragen: höre ich daraus, dass ….. ! Man muss nicht auf alles eine Antwort oder einen Rat haben.

Die Zeit ist auch ein Problem unserer heutigen Gesellschaft. Leider gehöre ich auch zu den Menschen, die davon immer sehr wenig hat. Nimm dir Zeit für deine Freundschaft um shoppen zu gehen, Kaffee zu trinken, ein gemeinsames Hobby zu erleben, oder was auch immer. Nichts und niemand wird uns die Zeit zurück geben. Was gewesen ist, war gestern, vorgestern, letzten Monat oder noch weiter zurück. Nichts und niemand holt sie uns zurück.

Bedingungslos hinter der Freundschaft zu stehen ist der größte Schatz für deine Freundin oder deinem Freund! Oft werden Freundschaften auf die Probe gestellt durch Schicksalsschläge. Da kristallisiert sich dann heraus, was eine wahre, bedingungslose, respektvolle Freundschaft ist. Wenn ihr so etwas in Eurem Leben besitzt, umfasst es nicht nur mit beiden Händen, sondern behütet es wie einen wahren Schatz. Es ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Jedem Menschen auf diesem Erdball wünsche ich mindestens eine dieser wahren Freundschaften.

Habt euch lieb, respektiert euch, hört euch zu und genießt die Zeit❣️

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Über Mich

Ich bin 52 Jahre alt und lebe in einer wunderbaren Patchworkfamilie mit 5 Kindern seid 23 Jahren auf einem ländlichen Dorf.

Schon als Kind wohnte ich auf einem Dorf mit meinen drei Geschwistern, zwei Brüder und einer Schwester und ich war die zweitälteste. Mit 9 Jahren verlor ich meinen leiblichen Vater durch seinen Suizid. Ab da war für mich nichts mehr normal auch wenn ich das nicht alles auf den Verlust beziehe. Mit meiner leiblichen Mutter hatte ich kein gutes Verhältnis und je weiter ich von zu Hause weg war, umso besser ging es mir. Somit kam es mir gelegen, das ich schon mit 14 in ein weit entferntes Internat zur Schule ging. Dort lernte ich die Freundin meines Lebens kennen. Wir versprachen uns als Trauzeugen, Patentante der Kinder und wollten zusammen alt werden. Bis heute ist alles davon eingetreten, mehr noch, es ist meine seelenverwandte Schwester und ihre Eltern wurden zu meinen Pflegeeltern. Der Halt in meinem Leben damals und heute neben meinem jetzigen Mann und den Kindern.

Nach einigen Stationen begann ich eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin. Ein Beruf, den meine leibliche Mutter für mich ausgesucht hatte in einem Betrieb unter „streng katholischem“ Regiment- dem Opus Dei. Zunächst schien es gesittet abzulaufen, alles andere stellte sich später anders raus. Gestärkt durch die Familie meiner seelenverwandten Schwester konnte ich mich dem lösen und fand meinen neuen heutigen Heimatort. Im Jahr 91 lernte ich dann meinen ersten Mann kennen und wir heirateten im darauffolgenden Jahr und sollten auch bald unser erstes Kind in den Händen halten. Ein weiteres Kind folgte zwei Jahre später, das dritte Kind drei Jahre später und wie sollte es anders sein , das vierte Kind vier Jahre später. Zu dem Zeitpunkt kriselte es in unserer Ehe schon an vielen Ecken. Lange habe ich alles erdenklich mögliche getan um die Ehe zu retten. Schließlich hatte ich einmal Ja gesagt für gute und schlechte Zeiten und da war auch die Verantwortung für die Kinder. Aber genau das war der Grund, warum ich mich gegen die Ehe entschied. Meine Kinder wären daran kaputt gegangen. Nachdem ich 3 Jahre mit meinen Kindern das Leben alleine meisterte und mich wunderbar gefühlt habe, sollte sich bald der Mann meines Lebens vorstellen. Ich sagte immer: „ Wenn ein gut aussehender junger Mann in der Blüte seines Lebens alles haben könnte und eine Familie gründen könnte, ganz von vorne, aber mich Frau mit vier Kindern nimmt, dann muss man dieses Glück mit beiden Händen festhalten.“ Gesagt getan! Auch mein Mann hat einen Sohn, zudem es einen intensiven Kontakt gibt- auch zu der Kindsmama. Nach 3 Jahren des Zusammenseins heirateten wir und was Besseres hätte mir wirklich nicht passieren können. Auch die Kinder sehen das so, denn sie möchten sich von meinem Mann adoptieren lassen. Glückwunsch- alles richtig gemacht!

Beruflich habe ich zwischenzeitlich viele Jobs gemacht, angefangen als Reinigungskraft und Haushaltshilfe, arbeitet ich einige Jahre in einer Bäckereifiliale. Diese Filiale würde dann aufgelöst und ich begann bei einem Schulcatering, die dafür sorgten, das es in den Pausen leckere Snacks, belegte Brötchen und gutes Mittagessen gab. Schnell hatte ich in einer Schule dann die Teamleitung übernommen und bald darauf bekam ich junge Menschen in mein Team, die integrativ begleitet werden mussten. Nebenbei arbeitete ich dann noch für einige Stunden im Ganztag an der selben Schule. Sehr lange hat mich diese Art der Arbeit erfüllt bis ich merkte, das ich daraus noch mehr machen kann. Es dauerte nicht lange und ich übernahm die amtliche Betreuung von dem jungen Mädchen in meinem Betrieb. Das war aber nur der erste Schritt. Immer mehr interessierte ich mich für die Menschen dahinter. Ich wollte die Kinder nicht mit Nahrung versorgen, sondern mit Herzwärme und Seelenfutter. Somit begann ich ein Fernstudium zur psychologischen Beraterin und beendete dies vor zwei Jahren. Ein Berufswechsel stand an und was da lag da näher als mit Kindern zu arbeiten. Jetzt bin ich als Integrationsfachkraft tätig und das gibt mir soviel. Viele zusätzliche Seminare habe ich absolviert und ganz liebe Menschen kennengelernt.

Alles in allem kann ich mich nicht beklagen, auch wenn es nach wie vor immer wieder kleine und größere Hürden zu überwinden gibt. Aber Aufgeben war nie mein Motto, auch wenn ich manches mal müde wurde und auch in depressive Phase gerutscht bin. Manches Loch war schon sehr tief und dunkel, aber ich war und bin schon immer ein optimistischer und lebenslustiger Mensch gewesen. Ich liebe es mit meiner Familie zusammen zu sein, mich mit Freunden zu treffen und zu feiern. Eines meiner größten Leidenschaft ist das Schützenfest. Auch wir waren schon Königspaar und haben es genossen. Ich lese gerne, gehe gerne und viel spazieren und wandern, besonders im Wald. Ich liebe unsere Tiere, zwei Katzen und einen Hund. Und glaubt mir, ich hatte mal richtig Angst vor Hunden.

Zu vielen Dingen „Über Mich“ werde ich detailliert noch im Blog schreiben. Auch über das, was mich und meine Familie am meisten derzeit beschäftigt und uns momentan viel abverlangt: eine der beschissensten Krankheiten überhaupt- der Krebs!!! Leider ist meine Sis , so nenne ich meine seelenverwandte Schwester, davon betroffen und eigentlich die ganze Familie. Wir hätte das nicht gebraucht um zu beweisen, dass das Band der Liebe zwischen uns niemals gebrochen wird. Es ist alles nicht erklärbar und auch nicht zu verstehen, aber wir lernen damit umzugehen, so gut es uns möglich ist, denn nur so kann man damit umgehen. Wir stützen uns und wir leben einfach weiter!! Weil es so wichtig ist!!!

So viel „Über Mich“ geschrieben. In der Hilfsbanderole stand: Erzähle ein wenig über dich. Ein wenig- das ist mir ja gut gelungen- räusper ! Danke für Jeden, der es bis zu Ende gelesen hat.

Warum blogge ich?

Ganz lange habe ich das für und wider abgewogen, aber es gibt nun mal für nichts und niemanden eine Garantie.

Ursprünglich wollte ich mal ein Buch über mich und mein Leben schreiben. Begonnen habe ich und dabei blieb es auch dann. Dieses Buch sollte meinen Kindern bzw meiner Familie gewidmet werden. Der Hintergrundgedanke lag in meiner eigenen Kindheitsgeschichte. Dazu in einem anderem Blog mehr und ausführlicher. Mir war wichtig, das meine Kinder mich richtig kennen- warum, wieso, habe ich so oder anders gehandelt und wer bin ich tief in mir drin. Ja, das angefangene Buch liegt immer noch. Das ist ein Grund, warum ich mich hier versuche. Ein kurzer Text mit den Gedanken, die man gerade mit sich rumträgt, sind dann wohl hier eher verfasst. Außerdem bringt der Alltag viele Situationen und Gedanken mit sich über die man schreiben kann.

Einige Freunde haben mir schon oft gesagt: wenn du schreibst, dann bringst du es auf den Punkt. Man kann es gut lesen und man spürt die Emotionen. Nun gut, das ist ein weiterer Grund, der mich zum bloggen animiert und ihr lieben Leserinnen und Leser, könnt es mir hier kommentieren, wie es bei euch ankommt.

Ein weiterer und für mich mit der ausschlaggebendste Punkt, ist wohl mein zweites „berufliches Standbein“, das Coaching! Ich bin da noch ganz in den Anfängen und kann leider nicht so durchstarten wie ich es gerne möchte. Aber es hindert mich nicht darin, Menschen zu helfen einen guten Weg zu finden. Und diesen Weg findet man immer, jeder für sich und in seinem eigenen Tempo. Der Alltag und die immer wieder zahlreichen Herausforderungen, die das Leben uns stellt, bringen viele Menschen ans Limit. Jeder einzelne von uns hat in irgendeiner Form den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen, hat den klaren Blick verloren, musste sich unzähligen Herausforderungen und Schicksalsschlägen stellen. Vielleicht fühlte man sich alleine oder das Verständnis aus dem eigenen Umfeld fehlte und machte es somit nicht einfacher, sich zurecht zu finden. Manchmal sind es auch die kleinen Entscheidungen, die man treffen muss und sich gedanklich die Nächte um die Ohren schlägt. Veränderungen im Leben brauchen oft Zeit und Menschen um einen herum, die sich empathisch mit auf den Weg machen. Das möchte ich für Dich sein, Dich begleiten auf einem Teilstück deines Weges, damit du nicht alleine bist.

Ich werde dir Begebenheiten erzählen und Denkanstöße geben. Bitte bombardiert mich mit ehrlichen Kommentaren und lasst mir eure Gedanken hier. Gerne dürft ihr mir auch eure Geschichte erzählen.

Ich freue mich auf und über jeden Einzelnen.

Gebt acht auf euch und denkt daran: ihr seid einmalig !

Erster Blogbeitrag

Hallo und ein herzliches Willkommen

Dies ist der erste Versuch, endlich meinen Blog auf Vordermann zu bringen! Zig Ideen und Gedanken schwirren nahezu fast täglich in meinem Kopf herum. Kennt ihr das auch ? Gedanken wie, ich könnte dies oder das schreiben; ich könnte dies oder jenes Thema anbringen; mir ist das und das ganz wichtig; …. und dann dauert es ewig, bis man sich endlich überwindet, den nötigen Schritt zu tun. Es gibt immer und immer wieder Ideen und Entschuldigungen, es nicht zu tun und manches mal benötigt man einen richtigen Tritt in den Hintern. So auch heute. Auf Insta folge ich einem sogenannten etwas anderem Coach und jener traf genau den richtigen Satz heute bei mir. Einfach machen— tadaaa da bin ich! Wahrscheinlich werde ich hin und wieder das ein oder andere umstellen, aber ich möchte jetzt die Gelegenheit nutzen, endlich zu beginnen und begrüße DICH ganz herzlich auf meinem Blog 🤗 🌸