Fang jetzt an und denke um

Ich komme nicht umher, mir meine Gedanken um das Welthauptthema niederzuschreiben. Wahrscheinlich tut es jeder zweite und es nervt schon, aber auch ich habe so meine Gedanken um das Wort mit C.

Extrem wurde es gestern bei mir, als viele Nachrichten auf einmal reinprasselten: Schulschliessung ( von der ich beruflich auch betroffen bin), zig Absagen von Veranstaltungen, Kündigungen, gestrichene Fluglinien, und dann diese leeren Regale von einer auf die andere Sekunde. Was geschieht da mit uns und um uns herum? Ich möchte gar nicht so sehr auf das egoistische Verhalten der Bevölkerung eingehen- soll jeder machen wie er meint, ich kann es eh nicht ändern. Und auch mein Unverständnis ändert nichts an deren Handeln. Aber ist euch eigentlich mal aufgefallen, in was für einem Reichtum wir leben? Wie gut es uns wirklich geht? Ich habe früher schon immer gestaunt, über die Sorten im Joghurtregal. Oder über das Shampoo für den feinen Haartyp und den lockigen Kopf, für die Sonneneinwirkung und den kalten Winter…. . Speziell heute staune ich darüber, dass gestern alle Regale leer waren und heute kann man bis auf wenige Ausnahmen wieder über alles verfügen? Was also bitte, versetzt uns hier in Panik? Ich sag euch was: ich glaube es liegt daran, dass jeder in seinem Wohlstand, Angst hat, auch nur einen Schritt kürzer treten zu müssen. Wir haben alles was das Herz begehrt. Nahrung, Kosmetik, Kleidung, viele Sachgegenstände, ein Dach über dem Kopf und Geld ist auch da. Haben wir mehr Angst darum, dass wir in unserem Reichtum kürzer treten müssen, als um unsere Gesundheit? Vielleicht ist das die Chance genau JETZT umzudenken? Wo haben wir früher Gemüse und Brot und Milch gekauft? Genau- nicht im Discounter. Wie wäre es mal wieder mit einem Liter Milch oder Kartoffeln vom Bauern? Wie schaut es aus mit einem kleinen eigenen Gemüsegarten? Ist es wirklich so schlimm, wenn ich nicht das Shampoo nehme, was immer da stand? Benötige ich tatsächlich gerade noch eine Jeanshose mehr, obwohl ich schon 10 im Schrank habe? Ich möchte niemanden, der sich hier rechtfertigt, warum er das oder jenes kauft. Ich gehöre schließlich selbst zu der Sorte, die sich Duschgel und Handseife nach Duft aussucht. Aber wie reich sind wir doch wirklich?? !!! Und jetzt, wo wir alle mal 14 Tage zu Hause bleiben sollen, drehen wir am Rad. Wir haben uns das alles aufgebaut durch unserer Hände Arbeit, aber haben nie damit gerechnet, dass alles vergänglich sein kann. Oder das alles mal in einem anderen Fokus gerichtet sein wird.

Und ich füge noch einen Aspekt hinzu: In unserem Alltag hetzen wir von morgens bis abends durch das Leben. Schnell den Kaffee am Morgen durch den Hals fließen lassen, damit ich wach werde und pünktlich zur Arbeit komme. Schnell durch das Bad gehetzt, damit ich ja gut aussehe und mir niemand ansieht, dass ich eigentlich am Ende meiner Kräfte bin. Ab zur Arbeit- 6, 8, 10 Stunden. Schnell nach Hause- das Kind muss zum Fußball, das andere Kind zum Arzt, einkaufen, Essen kochen, Elternabend, Einladung zum Geburtstag, eben noch die Runde mit dem Hund, achja… da sollte ich ja noch die Nachbarin zurückrufen und der Brief muss auch noch zur Post. Und ich höre uns sagen:„Es tut mir leid, meine Liebe, aber diese Woche schaffe ich es nicht mehr, dass wir uns treffen. Es tut mir leid mein Kind, aber heute spielen wir kein Spiel mehr. …..“

Die Schulen sind zu, und inzwischen dürfte jeder seinen Vorrat voll haben, es gibt keine Elternabende oder Vereinsabende, wo wir uns hinhechten können. Nehmt euch die Zeit und lehnt euch zurück. Spielt ein schönes Spiel, wofür ihr lange keine Zeit mehr hattet oder lest ein Buch. Telefoniert mit einem lieben Menschen eine ganze Stunde lang oder schreibt mal wieder einen Brief. Geht spazieren und genießt unsere Welt. Tauscht euch zu Hause in Gesprächen aus, die nicht nur 5 Minuten dauern. Backt mal wieder einen Kuchen oder räumt den Keller auf. Stöbert in alten Fotos … tut einfach die Dinge, die euch verloren gegangen sind. Ihr werdet sehen, wie gut das unserer Gesundheit tut.

FANGT JETZT AN UND DENKT UM!

Es nimmt uns nicht die Angst und die Gedanken um den Virus- auch mich begleitet diese Angst und schaue besorgt auf das was uns nich erwarten könnte. Aber es lässt uns vielleicht wieder den Raum, bewusst zu werden, wo wir eigentlich stehen und was uns wirklich wichtig ist.

FANGT JETZT AN UND DENKT UM!!

Gib dir einen Ruck


Geheimnis des Vorwärtskommens besteht
darin den ersten Schritt zu tun

Ich liebe meinen neuen Wandkalender, denn darin ist für März dieses beeindruckende Foto mit dem Hinweis, wenn du den ersten Schritt nicht tust, dann kommt man nicht vorwärts. Manchmal sind es große Schritte und manchmal kleine Schritte, aber immer ist es der erste Schritt, der uns so schwer fällt.

Es gibt so viele Begebenheiten in unserem Leben -und jeder von uns kennt sie- wo wir ins „Jammern“ verfallen. Hier ein paar Beispiele:

🔸Magst du deinen Beruf und gehst gerne arbeiten? Du kannst die Arbeitszeiten mit deiner Familie gut vereinbaren? Du hast ein tolles Team in dem du arbeitest? Dein/e Chef/in ist dir ein/e gute/r Chef/in? Dein Gehalt stimmt? Oder stehst du jeden Morgen mit Magenschmerzen auf, weil viele Faktoren nicht stimmig sind? Du beklagst dich, weil es dir absolut keinen Spaß macht und die Laune zieht dich und alle um dich herum in den Keller? Vielleicht sollte ich mich selbstständig machen? Aber ist das wohl sicher?

🔸Du bist mit dir und deinem Aussehen voll zufrieden? Oder gefällt dir deine Frisur nicht? Oder würdest du gerne mal einen anderen Kleidungsstil ausprobieren, weil die anderen Anziehsachen aus der Mode gekommen sind? Deine Figur stört dich? Bist du der Meinung, du könntest ein paar Kilo mehr oder weniger haben? Aber du bekommst den inneren Schweinehund nicht überwunden?

🔸Eigentlich müsste ich ja in den Garten, da ist soviel Unkraut und der Rasen müsste gemäht werden- aber ich weiß ja nicht? Die Wohnung sieht auch nicht besser aus, da Spinneweben, da mal Fliesen putzen, ach und die Fenster- aber ich weiß ja nicht?

🔸Schon lange wollte ich mal wieder eine Freundin oder Freund besuchen. Vielleicht sollte ich doch erst anrufen oder texten? Vielleicht ist sie garnicht da? Oder hat selber genug um die Ohren?

🔸Ich hätte da ein paar Ideen um einen Verein zu unterstützen oder in der Elternschaft aktiv zu sein. Aber wie mache ich das? Vielleicht kommt es gar nicht gut an? Soll ich das alleine machen? Wieviel Aufwand wird es wohl sein? Ach, ich glaub ich lass es lieber!

Es gibt unzählig viele Beispiele in unserem täglichen Leben. Und jedes könnte man unzählig weit ausschmücken und mit Fragen des Wenn und Aber bestücken. Wenn ich aber genau das tu, werde ich nie ein Ziel erreichen. Natürlich müssen viele Dinge bedacht werden, gerade im beruflichen Leben. Setz dich hin und frag dich, was genau benötigt wird um den ersten Schritt zu gehen? Was genau hindert dich daran den ersten entscheidenden Schritt zu gehen? Wer könnte dich motivieren, den ersten Schritt zu machen? Was glaubst du, was sich positiv verändern kann, wenn der erste Schritt gemacht ist? Stecke dir Ziele und dann kleine Zwischenziele, die du Schritt für Schritt erreichen kannst und du wirst sehen, dass dir ganz vieles gelingen kann.

Und ich weiß, es gibt den ein oder anderen, der sich durch das Gelesene motiviert fühlen wird. Dann mach jetzt den ersten Schritt- Zettel, Stift und deine Ideen. Gib dir einen Ruck und erledige deine Aufgaben- wenn nicht jetzt, wann dann? Eine Anmerkung habe ich noch: Manchmal ist für bestimmte Dinge noch nicht der richtige Zeitpunkt, oder Krankheiten lassen es nicht zu, dass man sich motiviert ein neues Ziel zu stecken. Das sind dann die Dinge , die einen hindern. Wenn du aber Ideen im Kopf hast und dich damit auseinandersetzt- also den ersten Schritt gemacht hast- dann wirst du diese Dinge erkennen.

Hab Mut zum ersten Schritt- gib dir einen Ruck! Schaut nach vorn und nicht zurück!

Richte den Fokus auf dich – das Leben ist facettenreich

Inspiriert durch einen Text, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, mal meine Fotos auf meinem Handy- und das sind nicht wenige- genauer zu betrachten und auch über das ein oder andere etwas zu schreiben. Fotoordner geöffnet und sofort kamen mir bei diesem Foto ganz viele Gedanken. Eigentlich ist es nur ein Probefoto gewesen. Ich bekam gerade mein Tablet und dann probiert man ja sämtliche Funktionen aus. So entstand dieses Foto und ich weiß auch nicht warum es überhaupt noch den Speicherplatz raubt. Es hatte wohl die Aufgabe, mich ein wenig darauf einzulassen.

Das Foto zeigt sehr deutlich, das der Fokus auf etwas gerichtet ist und es durch das Farbspiel auch sehr facettenreich wirkt. Wohin richten wir den Fokus ? Was ist uns wichtig in unserem facettenreichen Leben? Wovon lassen wir uns leiten und welche Richtungen schlagen wir an? Jeder hat einen anderen Mittelpunkt in seinem Leben und jeder gestaltet -Gott sei Dank- sein Leben in seinen Farben, wie er es mag. Manchmal werden wir durch Erlebnisse um uns herum davon abgelenkt- meist auch sehr unfreiwillig und nicht mehr änderbar. Dennoch liegt es in unserem Ermessen, ob wir deswegen von unserem Fokus abrücken. Lassen wir es zu, uns von der Umwelt beeinflussen zu lassen? Oder wie kann ich bei unabdingbaren Dingen, meinen Weg wieder finden? Was kann ich tun, wenn ich meinen Fokus verloren haben? Wenn mein Leben gerade nicht so facettenreich und bunt ist? Fragt euch, was euch wichtig erscheint und sucht nach Lösungswegen. Wer kann euch dabei helfen und stellt euch die Frage, ob es wirklich wichtig ist, etwas zu ändern. Oder tu ich es nur weil Andere es gerne so hätten.

Es mag gerade etwas verrückt klingen, aber gerade heute fängt die Fastenzeit an. Ich bin jetzt nicht der größte tiefgläubigste Mensch, war aber aufgrund meines Berufes mit den Schulkindern im Gottesdienst für das Aschenkreuz. Natürlich kam das Thema Fastenzeit auf. Mal abgesehen davon, dass ich tatsächlich auf Süßigkeiten verzichte, weil es mir gerade gut tut, kam mir aber auch der Gedanke auf, die Fastenzeit anders zu nutzen. Ich möchten den Fokus auf etwas legen, was ich aus dem Blickwinkel verloren habe. Ich möchte den Fokus so legen, dass ich meine Zeit wieder anders einteile. Den Fokus auf meine Gesundheit legen und auch was dafür tun. Auch das ist eine Art Fastenzeit. Denn ich verbringe viel Zeit auch am Handy, die man sicher anders nutzen kann.

Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr euren Fokus nicht aus den Augen verliert. Auch, dass ihr den Fokus mal auf andere Dinge richtet. Das Leben ist schön und facettenreich. Und wenn es das bei euch gerade nicht ist, dann schaut , was ihr tun könnt, damit es genau da wieder hin kommt. Habt es fein und gebt auf euch acht!

Wenn es sowas wie eine Wiedergeburt gibt, dann….

… dann erlebe ich sie tatsächlich in meiner Sis. Eigentlich ist dieser Satz durch mehrere Sätze entstanden, die mal wieder gleich einher gingen im Gespräch zwischen meiner Sis und mir. Aber von vorne:

Meine Sis und ich hatten die wunderbare Möglichkeit uns anderthalb Woche an der Backe zu haben. Wie ihr sicher schon wisst, wohnen wir nicht am selben Ort, sondern es trennen uns gute 300 km. Und wie ihr auch wisst, sind wir keine leiblichen Geschwister und auch keine Geschwister die aus Stiefelternteile entstanden sind, sondern wir sind von Schulzeiten an best friends forever, wie man so schön sagt und nicht nur das, sondern sehr sehr seelenverwandt! Auf der Durchreise von ihrem Wohnort zu einer Hochzeit, hat sie kurzentschlossen einen Zwischenstopp bei mir eingelegt und noch kurzentschlossener sich dafür entschieden noch ein paar Tage zu verlängern um mich dann in der Folgewoche mit zu sich zu nehmen. Kleine, aber nicht unbedeutende Randbemerkung: ohne unsere Männer und Familie wäre das nicht möglich- sie kennen uns und unsere Verrücktheit und unterstreichen das alles insgesamt. Zurück zu unserer Woche: Ich wäre eh zu ihr gefahren, da wir- dank ihr- Karten für ein Kellykonzert hatten. Somit wurde aus dem eigentlich wirklich geplanten Konzert eine Auszeit für uns beide von anderthalb Wochen.

In diesen Tagen ist es uns extrem oft geschehen, dass wir dasselbe sagen wollten, dasselbe gesagt haben, dasselbe gedacht haben und Handlungen im Duett gleich durchgeführt wurden.

Wir waren uns dann heute morgen einig- etwas wurde vertauscht, oder wenn es sowas wie eine Wiedergeburt gibt, dann sind wir zwei dann doch zusammen geboren worden oder was auch immer. Es fühlt sich so einzigartig und so sicher an. Eine solche Verbindung wie wir sie haben ist nicht nur großartig, sondern unglaublich wertvoll und es durchströmt mein Herz mit Wärme. Es ist nicht nur, dass man den Anderen aus der Scheiße ziehen würde, wenn es nötig wäre;es ist nicht nur das man sich Rückhalt gewährt- nein- es ist viel mehr als das und ich kann es nicht mal in Worte fassen. Nicht einmal die Dankbarkeit, die ich dafür empfinde, lässt sich in Worte fassen.

Ich danke dennoch von ganzem Herzen, dass ich dass Glück für eine so tiefe Verbundenheit erleben darf. Verbundenheit in Familie, in Dasein füreinander und in einer ganz besonderen Wiedergeburt, wenn es sowas gibt….

Ich hab ein Kind im Ohr

Dies ist eigentlich ein Satz aus einer Werbung für Hörgeräte. Und eigentlich bekomme ich meistens bei der Werbung nicht viel mit, aber dieser Satz ist mir tatsächlich im Ohr hängen geblieben. Ohne anfangs zu wissen, dass es sich um ein Hörgerät handelt, habe ich mir diesen Satz erstmal für Sekunden durch den Kopf gehen lassen. Ich dachte zunächst es ging dabei um ein Kinderprojekt, bis der Verlauf der Werbung mir was anderes darstellte. Dennoch ging mir der Satz nicht aus dem Kopf und sagte ihn mir immer wieder:

>>Ich hab ein Kind im Ohr<<

Jeden Tag bin ich umgeben von Kindern, von meinen eigenen Kindern und von den Kindern in der Schule und im Ganztag. Manchmal sagt man ja auch, die Kinder liegen mir im Ohr. Diese Aussage hat aber eher so einen kleinen negativen und genervten Beigeschmack. Aber ein Kind im Ohr zu haben, ist für mich damit gleichzusetzen, dass ich aufmerksam bin auf das Kind, was mich umgibt. Ich sehe und höre es. Ich höre zu und reagiere darauf. Es ist mir nicht egal und ich lasse mich voll und ganz darauf ein. Natürlich gelingt das nicht immer und nicht bei jeder Gelegenheit. Gerade dann nicht, wenn man von mehreren Kindern umgeben ist. Aber es nachhaltig im Ohr zu belassen und ihm dann später meine Aufmerksamkeit zu schenken, kommt dem Kind im Ohr gleich.

Kinder benötigen unsere Liebe, Fürsorge, Aufmerksamkeit und unser Verständnis. Kinder benötigen Regeln und Grenzen, auch das ist Liebe am Kind. Wenn ich ein Kind mit all seinen Ecken und Kanten nicht als ein Ding, sondern als ein Diamant betrachte und genauso behandle, dann habe ich ein Kind im Ohr. Und nicht nur im Ohr, sondern auch im Herzen.

Um die Sprache der Kinder zu verstehen, muss man genau zu und hinhören. Dazu muss man sein Kind im Ohr haben. Lausche den Sätzen, lausche dem Klang der Stimme, ist es eine Bitte oder gar ein Flehen, sind es Ängste oder Träume, klingt es fröhlich und ausgelassen oder eher ängstlich und zurückhaltend, ruft es nach Wärme und Geborgenheit oder ist da Verzweiflung in der Stimme, ist es ein Ruf nach Hilfe oder nach einem Vertrau mir, ist es die Stimme die sagt, ich bin schon groß oder die Stimme, die sagt, halt mich noch ein wenig fest. Hab dein Kind im Ohr und somit auch im Herzen.

Ob die Macher der Werbung wohl jemals darüber nachgedacht haben, was für eine Auswirkung so ein Slogan haben kann? Es wäre wünschenswert, denn dann hätte man noch mehr hörende Ohren erreicht. In diesem Sinne habt ein gutes und wachsames Ohr und öffnet euer Herz.

Aus der Werbung für Hörgeräte #unbezahlte Werbung

Jahresrückblick / Jahresneubeginn

Am letzten Tag im alten Jahr nahm ich am größten Sylvesterlauf Deutschlands teil. Im Jahr zuvor ging ich als Wanderin an den Start und dieses Jahr packte mich der Ehrgeiz als Walkerin. Ich ging ganz unbefangen aber mit ein wenig Respekt an die Sache heran. Ich weiß, dass ich schnell gehen kann, auch ohne trainiert zu sein und deswegen wusste ich, dass ich die 15km schaffen werde. Es sind nicht die Ergebnisse am Ende für mich, die zählen, sondern es mitgemacht zu haben und am Ende anzukommen. Ist es nicht auch so, wenn wir unser Jahr Revue geschehen lassen? Manchmal habe ich mich gefragt, warum ich das mache. Möchte ich dem alten Jahr davon laufen? Lange habe ich darüber nachgedacht.

Es war ein Jahr, wo man sagt, es geht besser , sehr viel besser! Ein Jahr geprägt von vielen Nachrichten, die kein Mensch brauchte und leider dennoch in ihrem Leben integrieren müssen. Viele sehr nahestehende Menschen, die an Krebs erkrankt sind, der teilweise auch nicht heilbar ist. Man bekam fast den Eindruck, dass es ansteckend ist, weil immer wieder eine neue Schreckensnachricht dazu kam. Aber nicht nur Krebs hielt Einzug im Jahr 2019, auch eine Rheumaerkrankung und eine MS- Erkrankung bei ganz jungen Menschen. Menschen, die Op’s vor sich hatten und andere Erkrankungen, die einen verändern. Es gab Menschen unter uns, wo das Leben aus der Bahn läuft, wo um Existenz gekämpft werden muss, und ja sogar um Liebe gekämpft wird. Da sind Menschen unter uns, die beruflich nicht glücklich sind und / oder erfolglos auf der Strecke liegen bleiben mussten, trotz vieler Bemühungen. Es gab Menschen unter uns, die einen lieben Menschen verloren haben. Und wenn ich hier von Menschen rede, dann sind das nicht irgendwelche Menschen – NEIN- sie sind aus meiner Familie und aus meinem Freundeskreis und aus dem engsten Bekanntenkreis! Menschen mit denen ich jeden Tag zu tun habe und keinen davon missen möchte! Das waren sicherlich alles Geschehnisse, die ich in dem Jahr nicht gebraucht hätte und wo einem danach zumute ist, einfach nur davon zu laufen, auch wenn sich dadurch nichts ändert und die Gefahr besteht, dass man sich damit immer wieder auseinandersetzen muss. Aber es waren derer Nachrichten einfach zu viel im Jahr 2019.

Dennoch kann ich aber auch sagen, dass es richtig gute und dankbare Momente gab. Beruflich konnten sowohl ich, als auch mein Mann sagen, dass wir endlich angekommen sind. Wir fühlen uns sauwohl indem was wir tun, weil unsere Arbeit wertgeschätzt wird. Man quält sich nicht zur Arbeit und macht sie richtig gerne.

Ein weiteres persönliches Highlight war das Treffen mit meinen Geschwistern. Wir hatten ein tolles Wochenende zusammen in Hamburg. ( Siehe auch „Das Leben ist eine Reise wert“im Blog).

Auch in einem Blog verewigt, ist unser Adoptionsantrag, der noch 2019 unterzeichnet wurde und seinen Weg zum Gericht aufgenommen hat. Das wird uns auf jeden Fall im Jahr 2020 begleiten und hoffentlich auch zu einem positiven Highlight werden. Durch diese Adoption, wo meine Kinder sich von meinem Mann adoptieren lassen, spürt man die Stärke und Liebe einer Familie. Ich habe das wunderbare Glück, Familie als ein starkes Bindeglied zu erleben. Wir stehen füreinander ein und stärken uns den Rücken. Es darf auch mal gestritten werden ohne das deswegen die Liebe zu jedem einzelnen nachlässt. Wenn es darauf ankommt, stehen wir Gewehr bei Fuß. Niemand muss alleine gehen. Das sind wahrhaftig Glücksmomente.

In unserer Familie gab es neuen Erdenbürger- herzlich willkommen im Leben. Mögest du ein Leben voller Glück führen können und immer Menschen um dich haben, die dich dabei begleiten.

Ich durfte erfahren, wie wichtig und standhaft Freundschaften sein können. Das es ein Band dazwischen gibt, was durchhält und stärker ist als alles was man sich vorstellen kann. Das man zusammen lachen kann, feiern kann aber sich auch stützen kann. Nicht alle Freundschaften sehe ich jeden Tag, jede Woche oder jeden Monat, aber ich weiß, dass auch sie ganz nah sind. Das bedeutet mir sehr viel und hat einen hohen Stellenwert bei mir und nehme als schönes Erlebnis aus dem Jahr 2019 mit.

Somit kann ich nun sagen, dass ich dem Jahr 2019 nicht weglaufe, sondern dem Jahr 2020 entgegenlaufen. Manches möchte ich gerne hinter mir lassen und anderes nehme ich wieder mit. Von Herzen wünschen ich allen ein gutes Jahr 2020. Bei allem was ihr vorhabt soll euch Liebe, Glück und Wertschätzung begleiten.

Gleich im neuen Jahr bin ich eine längere Wegstrecke gelaufen, bei herrlichem Sonnenschein und die Schönheit der Natur vor Augen. So darf es weitergehen. In diesem Sinne ein gutes Jahr 2020!

Dezember

Kaum ein anderer Monat bietet so eine große Vielfalt wie der Monat Dezember. In keinem anderen Monat des Jahres macht man sich so viele Gedanken und nutzt die ganze Bandbreite des Dekorierens, des Schenkens, der Freude, der Gemütlichkeit, des Beisammenseins. Man überlegt, wem man mit was eine Freude bereiten kann. Welches Geschenk passt und wie berühre ich damit sein Herz und zeige ihm, wie gerne ich ihn habe. Was mache ich besonderes zu essen, damit es allen schmeckt. Ist die Familie an Weihnachten zusammen und genießen wir das Beisammensein. In Familien mit Kindern wird sich sehr viel mehr Zeit genommen um Geschichten vorzulesen. Es werden Weihnachtsfilme zusammen geschaut.

Emotionen haben soviel Platz wie in keinem anderen Monat. Von Traurigkeit, weil man einen lieben Menschen nicht um sich hat in diesem besonderen Monat bis hin zur Freude, die wir selber verspüren und weitergeben. Wieviele Überlegungen und Gedanken stecken in einem selbst, um all das umzusetzen. Da wird immer davon geredet, dass man mehr Zeit haben sollte für die Familie. Zeit haben für Advent und Weihnachten. Aber sind wir doch mal ehrlich: ist das nicht auch Zeit, die wir uns nehmen? Zeit haben für all die Gedanken, Zeit für Freude, Zeit für gemeinsame Stunden? Denken wir in einem anderen Monat soviel darüber nach? Ich glaube nicht. Unser ganzes Potenzial läuft in diesen einen Monat. Ich nehme mir die Zeit, lieb gewonnenen Menschen eine Freude zu bereiten. Ich nehme mir die Zeit Plätzchen zu backen. Ich nehme mir die Zeit der Adventssontage. Ach,und eh ich es vergesse, für Nikolaus nehme ich mir auch Zeit. Ich nehme mir Zeit um vielleicht einen Weihnachtsgruß zu versenden. Die einen basteln einen Adventskalender oder überlegen was kann ich in all die 24 Beutelchen füllen. Die anderen kaufen einen Adventskalender und haben sich Gedanken gemacht, welches der richtige ist. Arbeitskollegen, Freunde, Nachbarn sind oft Menschen, die zusätzlich zur Familie mit einer Kleinigkeit überrascht werden. Das sind Dinge, für die wir ganz viel Zeit verwenden und schenken. In keinem anderen Monat des Jahres, geschehen all diese wunderbaren Dinge in dem Ausmaß. Es ist gerade so, als ob man ein ganzes Jahr wett machen möchte. Ich finde den Monat Dezember wunderbar, weil ich soviel von meiner Zeit, meinen Gedanken und meiner Freude an andere weitergeben kann.