Glück & Zeit

Das Glück nimmt sich mehr Zeit für uns, wenn wir ihm mehr Zeit geben

Ist unser Glück abhängig von dem Fund eines vierblättrigen Kleeblatts? Oder ist es mehr Glück, sich die Zeit genommen zu haben, um diese Schönheit der Natur entdeckt zu haben?

Zeit, ein dehnbarer Begriff. Dehnbar nach hinten und nach Vorne hinaus. Wofür habe ich mir die Zeit genommen und wofür vertrödelt? Wofür werde ich mir Zeit nehmen und wofür werde ich keine Zeit mehr verschwenden?

Ich persönlich befinde mich gerade in einer Zeit, wo mir vieles unter den Fingern juckt und machen möchte, ich mich aber selbst ausbremse. Ich verschwende häufig Zeit, in der ich so viel anderes tun könnte, aber mir die Zeit unter den Fingern wegrennt und ich mich am Ende des Tages frage, was ich eigentlich produktives getan habe?

Hat die Zeit etwas mit Glück zu tun? Ich denke schon. Wenn ich mir die Zeit nehme für mich selbst, für meine Mitmenschen, für Projekte, die ich starten möchte, für kleine Auszeiten, für meine Gesundheit, und für all die Dinge, die mir am Herzen liegen, kann ich hinterher glücklich sein. Glücklich sein darüber, dass ich mir die Zeit genommen habe und etwas erreicht oder bewegt habe.

Zeit und Glück liegen so nah beieinander und bewirken soviel in uns, dass wir uns genau überlegen müssen, mit wem und wann wir sie teilen wollen. Dabei sollte man sich nicht außer Acht lassen. Nehmt euch Zeit für die Schönen und Wichtigen im Leben, schafft einen gesunden Ausgleich und macht euch und euer Umfeld glücklich. Verschenkt Zeit an euch und eure Mitmenschen. Die Zeit holt euch niemand mehr zurück. Was gewesen ist, ist gewesen. Finde heraus, was dir wirklich wichtig ist und wo für dich die Zeit mit dem Glück sehr nah beieinander liegen.

💝Muttertag💝

Was für eine Glück ist es doch Mutter sein zu dürfen. Das Glück gleicht einem vierblättrigen Kleeblatt 🍀!

Ich habe mich bewusst dazu entschieden, Mutter zu sein. Ich darf vier Kinder mein eigen nennen und für ein weiteres Kind eine zweite Mama sein. Vier Kindern das Leben zu schenken und ganz Mama zu sein, ist eine große Verantwortung. Nicht immer ist diese Verantwortung leicht gefallen. Nicht immer hatte ich eine Lösung für Probleme parat und ich war ganz sicher nicht immer eine gute Mutter. Aber eins kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass ich immer Mutter aus Leidenschaft und mit viel Liebe war und bin. Ganz gleich wie alt die Kinder sind, man macht sich immer Gedanken und würde nachts für jedes Problem aus dem Bett krabbeln um da zu sein. Mit dem richtigen Partner an meiner Seite ist mir das Mutter-da-sein nochmal leichter gefallen, weil ich in meinem Tun und Handeln Unterstützung habe.

Mutter sein, heißt für mich bedingungslose Liebe. Die Kinder auf ihrem Weg durch das Leben zu begleiten, egal wie holprig er ist. Den Rücken zu stärken und ihnen zu zeigen, dass sie etwas Besonderes sind und ein eigenes Individuum in sich besitzen, was sie zu dem macht, wie sie vor uns stehen. Mutterliebe heißt auch, Grenzen zu setzen, alternative Wege aufzuzeigen, die man gehen kann. Und Mutter sein, heißt auch Geborgenheit und somit eine Heimat zu geben. Sie sollen gerne wieder nach Hause kommen und voller Stolz sagen dürfen, hier gehöre ich hin und hier komme ich her.

Selbstverständlich läuft nicht immer alles glatt ab. Wie gut kann ich mich an Situationen erinnern, wo man genervt und verärgert ist, wo einem die Tränen laufen. Man kennt die Tage, wo man sich fragt, wofür das alles und was habe ich nur so falsch gemacht? Und nach dem Tal der Tränen weiß ich, dass es normal ist und es zig Müttern genauso geht. Auch als Mutter ist man nur ein Mensch und wir sollten uns nicht unter Scheffel stellen, wie man so schön sagt. Wir haben wie jeder andere Mensch auch nur zwei Arme und zwei Beine, einen Stundensatz von 24 Std und Nerven, die auch mal dünn sein dürfen.

Solange das Dasein einer Mutter immer mit Liebe geschieht, ist man Mutter von ganzem Herzen. Wir haben nicht auf alles Einfluss und sind nicht für jeden Weg, den unsere Kinder einschlagen verantwortlich, aber wir haben die Verantwortung unseren Kindern gegenüber mit Liebe und Respekt zu begegnen. Und noch etwas: sorge gut für dich und nimm dir Zeit für Dinge, woraus du Kraft tanken kannst, damit du in deiner Verantwortung das Glück des Mutter-Daseins umsetzen und genießen kannst.

Im Herzen bin ich dankbar für jede Mutter, der ich begegne und ich die Liebe verspüre, die sie an ihr Kind weitergibt. Im Herzen bin ich dankbar für die Liebe, die man mir gegeben hat.

Was für ein Glück, dass ich Mutter sein darf. Alles Liebe und Gute zum Muttertag!

Baum des Lebens

Erst gestern ging ich wieder laufen, diesmal aber im Wald. Die meisten Laufstrecken habe ich bisher auf Asphalt abgelegt, weil sie größtenteils eben verlaufen. Bergauf ist da noch nicht so meins. Gestern zog es mich aber in den Wald, weil ich ausprobieren wollte, ob das für mein angeschlagenes Knie evt besser ist. Bergauf kann man schließlich auch gehen😉

Der Wald hat aber für mich noch ganz andere wertvolle Gedanken. Ich bin schon immer gerne im Wald spazieren gegangen. Die Ruhe, die ich da finde ist Balsam für meine Seele. Die Luft und der Geruch ist ganz eigener und ich kann nicht genug davon bekommen. Ich mag es über den Waldboden zu gehen, es fühlt sich leicht an und das knacken der Äste hörte ich schon als Kind gerne.

Bäume haben schon immer eine große Bedeutung für mich. Angefangen von den Wurzeln bis hin zur Baumkrone. Wo sind meine Wurzeln? Wie verzweigt und wie tief sind sie verankert? Geben mir die Wurzeln Halt oder werde ich aus dem Boden gerissen, wenn der nächste große Sturm zu nahen droht? Diese Fragen kann man sicherlich alle unterschiedlich beantworten. Es gibt für mich sowohl Wurzeln, die mir sehr viel Halt geben und welche die mehr oben auf liegen. Die oberen Wurzeln haben noch die Chance sich tiefer zu verwurzeln. Vielleicht schützen sie auch einfach nur die tieferliegenden Wurzeln.

Der Stamm ist der meine. Jeder Jahresring mehr kräftigt den Stamm. An einigen Stellen ist er bemoost, das ist sicherlich die weiche Seite an mir. An die kann sich jeder anlehnen und ein Stück Wärme abholen. Berühre es und du wirst sehen, wie gut es dir tut. Aber verletze es nicht und ruppe nicht an ihr rum.

An einer anderen Stelle sieht es aus, als wollte sich dort ein Stück Ast durchbohren, hat es aber nicht ganz geschafft. Da sollte der Weg wohl nicht hinführen. Vielleicht ist es etwas was verarbeitet werden musste und nun zwar ein Teil von mir ist, aber nicht mehr an mir wachsen kann. Meine Jahresringe in gutem Holz gebettet und umgeben von einer Rinde, die ihre ganz eigene Maserung hat. Mit Vertiefungen, die Spuren hinterlassen haben, ganz gleich ob positiver oder negativer Art. Sie machen meinen Stamm aus- sie machen mich aus!

Viele Wege führen mich durch das Leben. Jeder Ast, der an mir wächst, erzählt seine ganz eigene Geschichte. Dicke wie dünne Äste, schwere und ganz leicht zerbrechliche Äste. Äste die direkt an meinem Stamm herangewachsen sind, sind meine Kinder. Sie wachsen und werfen neue Triebe um selbst nachher einem eigenen Baum das Leben zu schenken. Manche Äste tragen Früchte in Form vom satten grünen Blätterwerk und wieder andere setzen noch einen drauf mit wohlschmeckenden Früchten. Es ist das Leben. Wieviele Begegnungen und Verzweigungen gibt so ein Baum her? Wieviele Blätter und Früchte trägt so ein Baum? Das liegt doch ganz bei uns und unserem Lebenswerk. Wieviele Tiere fühlen sich heimisch in unserem Baum? Belasse es nicht bei dem Vogel, der singend in deinen Zweigen zwitschert. Es wäre zu einseitig. Gib der Eule einen Schattenplatz und dem Schmetterling ein grünes Blättchen. Lass die Raupe an dir knabbern, damit du lernst mit Dingen umzugehen, die dir nicht gut tun. Lass die Ameisen ihren Hügel neben dir bauen, damit du weißt, dass das Leben mit Arbeit und Emsigkeit verbunden ist.

Hänge eine Schaukel in deinen Baum, damit du die Leichtigkeit nicht verlernst und immer in Schwung bleibst. Gib anderen die Möglichkeit auf der Schaukel Platz zu nehmen, wenn ihnen das Leben übel mitspielt.

Dein ganzes Leben ist wie ein Baum. Gestalte ihn und gib ihm eine Wertschätzung. Fülle ihn mit Leben und hinterlasse Spuren. Und wenn uns eines Tages das Leben müde macht, lebt dieser Baum weiter. Und sollte sich ein Borkenkäfer Zutritt in einem Baum verschafft haben und ihn zernagen, dass die Blätter braun werden, dann ist es dennoch nicht das Ende. Das Holz wird benötigt für vielerlei Dinge in unserem täglichen Leben. Deine Erfahrungswerte und dein Leben wird benötigt für das was nach dir kommt. Deine Wurzeln sind gelegt und es ist etwas ganz besonderes entstanden:

EIN BAUM- DEIN BAUM

Richte den Fokus auf dich – das Leben ist facettenreich

Inspiriert durch einen Text, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, mal meine Fotos auf meinem Handy- und das sind nicht wenige- genauer zu betrachten und auch über das ein oder andere etwas zu schreiben. Fotoordner geöffnet und sofort kamen mir bei diesem Foto ganz viele Gedanken. Eigentlich ist es nur ein Probefoto gewesen. Ich bekam gerade mein Tablet und dann probiert man ja sämtliche Funktionen aus. So entstand dieses Foto und ich weiß auch nicht warum es überhaupt noch den Speicherplatz raubt. Es hatte wohl die Aufgabe, mich ein wenig darauf einzulassen.

Das Foto zeigt sehr deutlich, das der Fokus auf etwas gerichtet ist und es durch das Farbspiel auch sehr facettenreich wirkt. Wohin richten wir den Fokus ? Was ist uns wichtig in unserem facettenreichen Leben? Wovon lassen wir uns leiten und welche Richtungen schlagen wir an? Jeder hat einen anderen Mittelpunkt in seinem Leben und jeder gestaltet -Gott sei Dank- sein Leben in seinen Farben, wie er es mag. Manchmal werden wir durch Erlebnisse um uns herum davon abgelenkt- meist auch sehr unfreiwillig und nicht mehr änderbar. Dennoch liegt es in unserem Ermessen, ob wir deswegen von unserem Fokus abrücken. Lassen wir es zu, uns von der Umwelt beeinflussen zu lassen? Oder wie kann ich bei unabdingbaren Dingen, meinen Weg wieder finden? Was kann ich tun, wenn ich meinen Fokus verloren haben? Wenn mein Leben gerade nicht so facettenreich und bunt ist? Fragt euch, was euch wichtig erscheint und sucht nach Lösungswegen. Wer kann euch dabei helfen und stellt euch die Frage, ob es wirklich wichtig ist, etwas zu ändern. Oder tu ich es nur weil Andere es gerne so hätten.

Es mag gerade etwas verrückt klingen, aber gerade heute fängt die Fastenzeit an. Ich bin jetzt nicht der größte tiefgläubigste Mensch, war aber aufgrund meines Berufes mit den Schulkindern im Gottesdienst für das Aschenkreuz. Natürlich kam das Thema Fastenzeit auf. Mal abgesehen davon, dass ich tatsächlich auf Süßigkeiten verzichte, weil es mir gerade gut tut, kam mir aber auch der Gedanke auf, die Fastenzeit anders zu nutzen. Ich möchten den Fokus auf etwas legen, was ich aus dem Blickwinkel verloren habe. Ich möchte den Fokus so legen, dass ich meine Zeit wieder anders einteile. Den Fokus auf meine Gesundheit legen und auch was dafür tun. Auch das ist eine Art Fastenzeit. Denn ich verbringe viel Zeit auch am Handy, die man sicher anders nutzen kann.

Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr euren Fokus nicht aus den Augen verliert. Auch, dass ihr den Fokus mal auf andere Dinge richtet. Das Leben ist schön und facettenreich. Und wenn es das bei euch gerade nicht ist, dann schaut , was ihr tun könnt, damit es genau da wieder hin kommt. Habt es fein und gebt auf euch acht!